Nicht Meine Scham – Warum Du aufhörst, fremde Lasten zu tragen.
„Nicht Meine Scham – Warum Du aufhörst, fremde Lasten zu tragen.“
Es gibt einen Moment im Leben,
den viele kennen – aber kaum jemand ausspricht:
Du stehst da. Entblößt. Nicht körperlich. Sondern innerlich.
Jemand hat Dich bloßgestellt. Vielleicht mit Worten. Oder mit einem Blick.
Vielleicht mit Schweigen.
Und Du spürst es plötzlich:
Dieses heiße, lähmende Gefühl.
Dein Herz rast. Dein Körper will sich verkriechen.
Dein Nervensystem ruft: GEFAHR!
Und in Deinem Kopf hallt ein einziger Gedanke:
„Mit mir stimmt etwas nicht.“
Das ist nicht Schuld. Das ist Scham.
Scham ist nicht, weil Du etwas falsch gemacht hast.
Sondern weil Du geglaubt hast, Du BIST falsch.
Und genau das macht Scham so zerstörerisch.
Sie greift nicht Dein Verhalten an – sie greift Deine Würde an.
Scham entsteht früh. Oft zu früh.
Kinder spüren alles. Auch die unausgesprochenen Tabus, das Unwohlsein der Erwachsenen, die Schieflage im System.
Und wenn ein Kind keine Sprache dafür findet, beginnt es zu glauben:
„Mit mir stimmt etwas nicht.“
„Ich bin zu viel.“
„Ich bin zu laut.“
„Ich bin schuld, dass Mama weint.“
„Ich bin schuld, dass Papa geht.“
Was da entsteht, ist nicht Scham für das eigene Verhalten –
es ist fremde Last, die sich wie die eigene anfühlt.
Und jetzt kommt der Wendepunkt:
Du darfst erkennen: Diese Scham gehört nicht Dir.
Sie wurde Dir übergestülpt, weil andere ihre Verantwortung nicht übernehmen konnten.
Weil sie selbst gefangen waren – in ihren Mustern, Ängsten, in ihrem Unbewussten.
Aber Du trägst sie immer noch.
Wie einen grauen Mantel, der nicht Deiner ist.
Und jedes Mal, wenn Du Dich zurückhältst, Dich kleinmachst, Dich entschuldigst, nur weil Du bist, wirkt diese alte, fremde Scham weiter in Dir.
Einladung zur Rückverbindung mit Deiner Würde:
- Setze Dich aufrecht hin. Lege eine Hand auf Deinen Solarplexus.
Und sage Dir laut (ja, laut):
„Diese Scham gehört nicht mir.“
„Ich gebe zurück, was nicht meins ist.“ - Spüre nach. Vielleicht kommen Tränen. Vielleicht Wut.
Lass alles da sein. Nichts davon ist falsch. - Dann sprich (gerne wieder laut):
„Ich bin würdig. Einfach, weil ich bin.“
„Ich bin frei, ich selbst zu sein.“
Diese Übung klingt schlicht.
Aber sie kann Welten verschieben – innen wie außen.
✨ Du bist kein Fehler.
Du warst nie falsch.
Du hast Dich nur geschämt, für etwas, das nie Dein Thema war.
Du hast Dich verantwortlich gefühlt, wo Du nichts falsch gemacht hast.
Du hast geschwiegen, um andere nicht zu überfordern.
Doch jetzt ist es Zeit, dass Du Dich überforderst.
Mit Deinem Mut. Deiner Wahrheit. Deiner Freiheit.
Zum Abschluss – in Würde gesprochen:
Danke, dass Du diesen Newsletter gelesen hast.
Danke,
dass Du Dich selbst so wichtig nimmst,
dass Du Dir Raum schenkst,
dass Du Dich um Dich selbst kümmerst.
Das ist nicht selbstverständlich.
Das ist radikal heilsam.
Ich begleite Menschen, die nicht länger fremde Geschichten tragen wollen – sondern sich selbst wieder in Würde begegnen.
Wenn das gerade mit Dir spricht:
Schreib mir.
In Verbundenheit,
Marlies
PS.
Am 25. Februar 2026 wird Marlies auf Einladung von Andrea Winzig, MEP und Vizepräsidentin von SME Europe, im Europäischen Parlament in Brüssel sprechen zum Thema Mentale Gesundheit von Selbstständigen – reflektiert durch Wissenschaft, Spitzensport und den möglichen Beitrag der EU.
Was passiert mit der mentalen Gesundheit, wenn Selbstständige permanent funktionieren müssen? Wenn künstliche Intelligenz schneller denkt – aber kein Mitgefühl kennt? Und wenn eine Gesellschaft beginnt, Menschlichkeit gegen Effizienz zu tauschen?
Marlies stellt unbequeme Fragen – und eröffnet neue Räume für ehrliche Antworten. Wissenschaftlich fundiert, gesellschaftlich relevant und zutiefst menschlich.
Ein Vortrag, der nicht nur Wissen vermittelt – sondern berührt, aufrüttelt und inspiriert.
Mehr dazu im nächsten Newsletter…
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Der Weg des Ypsilons
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Im Rahmen des Kongresses „Raus aus Angst, Sorgen und Mutlosigkeit“ hielt ich einen Vortrag zum Thema: Der verlorene Zwilling und DU - eine mögliche Ursache für Ängste und Mutlosigkeit? Mehr zu meinem Vortrag unter:
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